Endlich Stadt

Gesichert wird Fürth zuerst in einer Urkunde Kaiser Heinrichs II. vom 1. November 1007 genannt. In der Urkunde von 1007 schenkte Heinrich sein Eigentum "locum Furti dictum" im Nordgau dem Domkapitel Bamberg. Dabei wird ein Gemeinwesen beschrieben, das schon etabliert ist. Kirchen, Mühlen, Brücken, zugehörige Dörfer und Weiler sind bereits vorhanden.

Ein besonderes Kuriosum der Fürther Stadtgeschichte ist die fast vierhundert  Jahre währende Dauerfehde dreier Herren. Die Dompropstei Bamberg, die Marktgrafschaft Ansbach und die Reichsstadt Nürnberg stritten sich bis Ende des 18. Jahrhunderts um die Macht in Fürth. Das brachte viele Nachteile, hatte aber auch gute Seiten. Denn schon bald verstanden sich die Fürtherinnen und Fürther meisterhaft darin, ihre rivalisierenden Herren gegeneinander auszuspielen: Was der eine nicht gewährte, war vom anderen zu holen. Und so entstanden in Fürth Verhältnisse, die freiheitlicher, liberaler und toleranter waren, als in irgendeinem anderen Ort in Bayern. Sie stellten auch die Grundlagen dafür dar, dass sich die Kleeblattstadt zu einer Hochburg des jüdischen Lebens entwickeln konnte.

Die Dreiherrschaft endete durch die Abdankung des letzten Markgrafen von Brandenburg-Ansbach-Bayreuth, Christian Friedrich Carl Alexander, im Jahr 1792. Fürth gelangte in den Machtbereich Preußens, ab 1806 schließlich in den Bayerns. 1808 erhielt Fürth den Titel „Stadt Zweiter Klasse“ und Staatsbeamte übernahmen die Verwaltung.

Erst mit der Erhebung zur Stadt Erster Klasse im Jahr 1818 konnte eine eigene Stadtverwaltung mit zwei Bürgermeistern, einem Magistrat und einem Gemeindekollegium eingesetzt werden. Das Fürther Kleeblatt erhielt den Rang des Stadtwappens.

 

 

Mit der Stadterhebung wurde das Fürther Kleeblatt zum Stadtwappen.
Mit der Stadterhebung wurde das Fürther Kleeblatt zum Stadtwappen.
Stand: 11.11.2017

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